Die Rübenaussaat ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt für den Ertrag des ganzen Jahres. Wer hier am falschen Ende spart oder auf technische Kompromisse setzt, zahlt am Ende der Saison drauf. Viele Landwirte, die eine Vicon Sämaschine fahren, kennen die Standard-Verschleißteile (oft unter der Originalnummer Kverneland Säschar KL 810251 bekannt).
Doch „Standard“ reicht uns bei J&M Parts nicht. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eine Weiterentwicklung vor, die wir intern gerne als „Endstufe“ bezeichnen – das Kverneland Vicon extra hoch Schar. Wir haben dieses Bauteil analysiert und an zwei entscheidenden Stellschrauben gedreht: Extreme Haltbarkeit durch WIDIA-Technologie und maximale Ablagepräzision durch eine revolutionäre geometrische Anpassung im hinteren Bereich.
Warum das Original-Schar oft an Grenzen stößt
Das Kverneland Säschar ist ab Werk kein besonders solides Bauteil. Moderne Anbaubedingungen, wechselnde Bodenverhältnisse von lehmig bis sandig und der wirtschaftliche Druck verlangen nach mehr Leistung und weniger Stillstand.
In unserem aktuellen Produktvideo haben wir das J&M Upgrade für die Kverneland und Vicon Maschinen vorgestellt. Dabei unterscheiden wir zwei Stufen der Optimierung. Schon unsere Basis-Version ist „High-End“, aber für schwierige, lose Böden haben wir, wie es im Video heißt, „noch einen draufgelegt“.
Die Basis der J&M Optimierung: 3-fache Abstufung & WIDIA
Bevor wir zur Innovation der verlängerten Form kommen, schauen wir uns das Fundament an, das jedes optimierte Kverneland Säschar Vicon von J&M Parts auszeichnet. Wir haben die Geometrie des Originals (KL 810251) nicht kopiert, sondern gezielt weiterentwickelt:
Drei Abstufungen zur perfekten Furchenziehung: Im vorderen Bereich des Schars finden Sie drei präzise eingearbeitete Abstufungen. Diese sorgen dafür, dass der Boden beim Eindringen nicht einfach nur stumpf verdrängt wird. Stattdessen schneidet das Schar die Furche stufenweise und sauber auf. Das Ergebnis ist eine perfekte Furchenziehung mit spürbar weniger Widerstand im Boden.
Passgenauer WIDIA-Keil mit langen Schenkeln: Unten arbeitet das Herzstück: ein massiver Hartmetall-Keil (WIDIA). Wir haben die Schenkel bewusst lang nach unten gezogen. Dieser durchgehende Keil sorgt für eine „Bomben-Ablage“, wie wir es im Video nennen. Er hält die V-Form der Furche stabil offen, was essenziell ist, damit die Pille definiert liegt und nicht verrollt.
Seitliche Beschichtung (Beidseitig): Verschleiß findet nicht nur an der Spitze, sondern auch massiv an den Flanken statt, wo der Boden vorbeiströmt. Deshalb besitzen unsere Schare eine werksseitige Hartauftrags-Beschichtung auf beiden Seiten. Das schützt den Grundkörper effektiv vor dem Auswaschen und erhält die Stabilität des gesamten Bauteils.
Die „Endstufe“: Warum dieses Kverneland Schar länger ist
Jetzt kommen wir zum absoluten Highlight. Vielen aufmerksamen Beobachtern fällt sofort auf: Dieses Schar sieht anders aus als das KL 810251.
Wir haben das Kverneland Säschar im hinteren Bereich – also einige Zentimeter hinter dem eigentlichen Schneidkeil – verlängert. Alles andere (WIDIA-Form, Beschichtung) bleibt identisch zur High-End-Variante. Aber warum dieses Stück mehr?
Das physikalische Problem: Sandeintritt und die Andrückrolle
Auf schweren, bindigen Böden mag ein kurzes Standardschar gut funktionieren. Aber auf leichten, losen Böden oder bei sehr trockenen Bedingungen kämpfen Landwirte mit einem physikalischen Problem, das den Feldaufgang ruiniert: Sobald das Schar die Furche gezogen hat, rieselt loser Sand von den Seitenwänden sofort wieder zurück in den offenen Spalt. Dies geschieht oft genau in dem Bruchteil einer Sekunde, in dem die Pille aus dem Säherz fällt.
Das Szenario ohne Verlängerung (Standard KL 810251):
Die Pille fällt.
Gleichzeitig rieselt trockener Sand in die Furche.
Die Pille landet nicht auf dem festen, feuchten Furchengrund, sondern auf einem Polster aus losem, trockenem Sand.
Die nachlaufende Andrückrolle kommt, um die Pille zu fixieren. Da die Pille aber „weich“ auf losem Sand liegt, wird sie durch den Druck der Rolle oft wieder hochgedrückt oder seitlich herausgedrückt.
Das Ergebnis ist fatal: Die Rübe liegt zu flach und im Trockenen. Sie hat keinen Anschluss an das kapillare Wasser. Die Keimung verzögert sich oder bleibt ganz aus.
Die J&M Lösung: Ablagegenauigkeit bis zum Schluss
Mit der verlängerten Version des Kverneland Säschars wirken wir diesem Effekt zu 100 % entgegen. Dies ist die „Endstufe“ der Präzision. Das verlängerte Seitenteil fungiert wie ein Tunnel. Es stützt die Seitenwände der Furche ab und hält die rieselfähige Erde so lange zurück, bis die Pille sicher, definiert und unverrollbar am tiefsten Punkt der Furche liegt. Erst nachdem die Pille sicher auf dem feuchten Grund liegt, gibt das Schar die Erde frei. Die Andrückrolle kann ihre Arbeit machen und die Pille fixieren, ohne sie zu verschieben.
Das bedeutet für Sie:
✅ Kein/Kaum Sandeintritt unter das Saatgut.
✅ Kein Hochdrücken der Pille durch die Rolle.
✅ Perfekter Wasserschluss für maximalen, gleichmäßigen Feldaufgang.
Bewiesene Haltbarkeit: Der Vergleichstest (Daten aus Rötgensbüttel)
Wir können viel über ausgeklügelte Geometrie erzählen, aber am Ende zählt für Sie als Anwender, was auf dem Acker passiert – und wie lange es hält. Erinnern wir uns an die Daten aus unserem Härtetest auf extrem verschleißstarkem Sandboden in Rötgensbüttel (Gifhorn).
Dort traten verschiedene Schar-Konzepte unter identischen, härtesten Bedingungen an. Die Ergebnisse lassen sich direkt auf die Qualität unseres Kverneland Schar Vicon übertragen:
Original-Standard-Schar: Musste im Test nach ca. 120 Hektar gewechselt werden. Das Material war zu weich für den stark abrasiven Boden.
Aufgearbeitetes Schar (Fremdfirma): Zeigte bereits nach 200 Hektar ein deutliches Abschmelzen des Keils. Die Folge: Eine runde statt einer spitzen Furche und verrollende Pillen.
J&M High-Performance Schar: War zum Zeitpunkt der Messung nach 580 Hektar immer noch im Einsatz und zeigte eine perfekte Ablagetiefe und Form.
Das entspricht einer ca. 5-fachen Standzeit gegenüber der Standard-Lösung. Wir sprechen hier nicht von 10 oder 20 Prozent mehr Leistung, sondern von einem Quantensprung in der Haltbarkeit, der Ihre Wartungsintervalle revolutioniert.
Warum WIDIA nicht gleich WIDIA ist
Ein Grund für diese Überlegenheit ist die Verarbeitungsqualität. Bei vielen günstigen Nachbauten oder schnellen Aufarbeitungen gibt es Lufteinschlüsse zwischen dem Stahlträger und dem Hartmetall-Plättchen. Bei Steinschlag führt das sofort zum Bruch des Hartmetalls. Das J&M Kverneland Säschar nutzt eine durchgängige, absolut passgenaue WIDIA-Kontur ohne Lufteinschlüsse. Der Keil liegt satt auf und überträgt die Last optimal in den Grundkörper. Deshalb hören wir von unseren Kunden auch bei steinigen Böden immer wieder die Rückmeldung, dass Bruchariefen der Vergangenheit angehören.
Preis-Leistung: Fairness statt Gewinnmaximierung
Ein Produkt, das 5-mal länger hält und durch die präzisere Ablage (gerade auf Sand) für nachweisbaren Mehrertrag sorgt, müsste betriebswirtschaftlich gesehen eigentlich das Fünffache kosten, oder?
Nicht bei J&M Parts. Wir werden oft gefragt, warum unser optimiertes Kverneland Säschar im Verhältnis zur gebotenen Leistung so günstig ist. Die Antwort liegt in unserer Philosophie. Wir setzen auf Qualität und langfristige Partnerschaft mit der Landwirtschaft, nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung.
Die Anschaffungskosten für das J&M High-Performance Schar liegen nur minimal über denen von Standard-Lösungen (wie der KL 810251). Wenn Sie aber die „Total Cost of Ownership“ (Gesamtkostenbetrachtung) heranziehen, sparen Sie massiv:
Keine Wechselzeiten: Während andere 4- bis 5-mal die Schare tauschen (und dafür in der kostbaren Zeit der Aussaat stehen bleiben), fahren Sie einfach weiter.
Keine Montagekosten: Weniger Wechsel bedeuten weniger Werkstattstunden und weniger Schrauberei auf dem Acker.
Mehr Ertrag: Der wichtigste Punkt. Ein gleichmäßiger, hoher Feldaufgang bringt am Ende die entscheidenden Tonnen mehr auf die Waage. Dieser Gewinn übersteigt den geringen Mehrpreis des Schars um ein Vielfaches.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis unserer Schare ist am Markt ungeschlagen. Es ist, wie wir im Video sagten, „High End“ zum absolut fairen Kurs.
Fazit: Rüsten Sie jetzt auf das J&M Schar für Kverneland Vicon um
Wenn Sie eine Vicon oder Kverneland Sämaschine (passend für die Referenz KL 810251) besitzen, haben Sie die Wahl: Standard fahren, häufige Wechsel und Ablagefehler bei losem Boden akzeptieren – oder auf die J&M „Endstufe“ upgraden.
Mit der verlängerten Version des Kverneland Säschars sichern Sie sich effektiv gegen Sandeintritt und schlechte Feldaufgänge ab. Sie investieren in ein Bauteil, das Saison für Saison hält und Ihre Erträge sichert.
Haben Sie Fragen zur Passgenauigkeit für Ihren Maschinentyp? Wir wissen, dass jedes Detail zählt. Melden Sie sich bei uns. Ob telefonisch, per Mail oder WhatsApp – wir beraten Sie unkompliziert, flexibel und helfen Ihnen, genau das richtige Schar für Ihre Bodenverhältnisse zu finden.
Wer dieses Schar einmal gefahren ist, will nichts anderes mehr. Probieren Sie es aus und erleben Sie den Unterschied im Aufgang.
